Die besondere Liebe von Wilhelm und Ruth Brückner gilt der Bratsche. Beide fertigten zur Meisterprüfung eine Viola und arbeiten heute größtenteils nach ihren eigenen Modellen.

Unser eigenes Modell:

Diese ist im Vergleich zu anderen Modellen in der Brust und im unteren Teil sehr breit.

Bereits 1960 begann Wilhelm Brückner mit den ersten Experimenten, um einen volleren, schöneren und sehr modulationsfähigen Bratschenton zu erreichen. Anfangs wurden die Instrumente nur unten breiter, später auch in der Brust, die Lage des Baßbalkens und die Stellung der Stimme, die Zargenhöhe änderte sich, auch der Steg wurde in seiner Breite angepaßt. Ungefähr 1972 wurde die sogenannte "Urmutter" gebaut, diese Viola wurde seit 1975 von Professor Alfred Lipka, Berlin, gespielt. Jetzt befindet sich diese Bratsche im Besitz von Sophia Reuter, der Solobratscherin der Deutschen Staatsoper Berlin.

Brückner-Bratschen klingen "schwarz auf der C-Saite, in der Mittellage baritonal und besitzen auf der A-Saite tenoralen Glanz" (Prof. Lipka). Sie werden in mehreren Varianten und Korpuslängen gebaut, sind aber in jeder Größe extrem leicht spielbar. Brückner-Bratschen sind sehr tragfähig, offen, flexibel, klangschön und sprechen sehr leicht an.

An der Verbesserung und Verfeinerung des Modells wurde und wird ständig weitergearbeitet. Jedes Instrument wird aus ausgesuchten, sehr alten Hölzern äußerst sorgfältig gefertigt und ist nicht zuletzt durch die Lackierung und seinem jeweiligen "Charakter" unverwechselbar.